Der Ruhestand – eine große Veränderung im Leben eines jeden Arbeitnehmers. Kaum jemand denkt dabei an die Steuerpflicht, die auch in diesem Lebensabschnitt weiter besteht.

Was ist zu beachten beim Rente versteuern?

Für Einzelpersonen oder Ehepaare gelten Grundfreibeträge, die das Existenzminimum abdecken.
Für einen Alleinstehenden sind das 8.354 Euro im Jahr und für Ehepaare 16.708 Euro pro Jahr. Nur darüber hinausgehendes Einkommen führt zur Steuerpflicht.

Allerdings ist nicht der komplette Betrag über dem Freibetrag zu versteuern. Nur prozentuale Anteile unterliegen derzeit der Steuerpflicht. Entscheidend ist zunächst der Zeitpunkt (das Jahr), in dem die Rente angetreten wird.
Beginnend mit dem Jahr 2005 waren 50 Prozent der Rente zu versteuern. Seitdem steigt der Anteil von Jahr zu Jahr um jeweils 2 Prozent.

Ein Beispiel: Die Rente wurde im Jahr 2005 angetreten. Somit unterliegen 50 Prozent dieser der Steuerpflicht. Bei Personen, die dieses Jahr in den Ruhestand gehen, sind es bereits 72 Prozent (immer nur des Betrages, der über dem Grundfreibetrag liegt).
Ab 2021 beträgt die Steigerung dann nur noch 1 Prozent. Bis im Jahr 2040 dann 100 Prozent der Rente zu versteuern sind.

Buchempfehlung zum Thema:

Neben dem Eintrittszeitraum gibt es besondere Aufwendungen, die geltend gemacht werden können, um die Steuerlast zu mindern.
Hierzu gehören z.B. Ausgaben für die Kranken- und Pflegeversicherung ebenso wie Beiträge zur Haftpflicht- und Unfallversicherung.
Außergewöhnliche Belastungen, die aus einer Schwerbehinderung oder Pflege resultieren, sind ebenfalls anerkannt.

Ratsam ist es auf jeden Fall, sich rechtzeitig über mögliche Steuerersparnisse zu informieren. Hier helfen die knapp 3.000 bundesweiten Lohnsteuerhilfevereine gern weiter.

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